Entstehungsgeschichte 

Das Martinspatrozinium der Kirche lässt darauf schließen, dass die Siedlung im 8. Jahrhundert durch die fränkische Staatskolonisation angelegt wurde. Bischof Embriko von Augsburg kaufte 1070 das Gut von einem uns Unbekannten und übergab es im folgenden Jahr dem Augsburger Kollegiatstift St. Gertrud. Dieses veräußert den Besitz 1566 an Ritter Hans von Rechberg, Pfandinhaber der Herrschaft Schwabegg. Seine Neuerwerbung sandte er 1569 dem Bayrischen Herzog zu Lehen auf. Damit erhielten Dorf und Gemarkung Konradshofen den Rang einer Herrschaft. Rechberg baute im Dorf ein Schloß (es wurde 1623 abgebrochen) und errichtete zudem 47 kleine Häuser für Handwerker, meist Weber. Als Rechberg 1596 starb, folgte ihm sein Sohn Wolf Konrad (1598 Präsident des Hofrates in München) und nach seinem Tod 1617dessen Sohn Wilhelm Leo von Rechberg, der bereits ein Jahr darauf starb. Die Herrschaft ging an den Onkel Hans Wilhelm von Rechberg über, fiel aber spätestens 1622 (Tod Hans Wilhelms), wahrscheinlich schon 1619, an Bayern zurück und war wieder wie früher Bestandteil der Herrschaft Schwabegg.

 

Quellen: Steichele-Zoepfl, Das Bistum Augsburg Bd. 9, Haider Scherstetten I,II, Sinkelboten Jgg.10, 1933/34

 

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